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Schadstoffe A-Z
Literatur/Links
 
 

Index

A Aldehyde - Asbest - Arsen
B Blei
D DEHP
E EEMA - Eisen - Elektrosmog - Ester und Ether mehrwertiger Alkohole (EEMAs)
F Formaldehyd - Fungizide
G Glykolverbindungen
H Hochfrequenzstrahlung - Holzschutzmittel
I Insektizide
K Ketone - Kupfer
L Leichtflüchtige organische Schadstoffe (VOC)
N Niederfrequenzstrahlung - Nitrat - Nitrit
P PAK - PCB - Permethrin - Pestizide - pH-Wert - Phtalate - Polychlorierte Biphenyle (PCB) - Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) - PVC - Pyrethroide
Q Quecksilber
S Schimmelpilze - Schwermetalle (Hausstaub)
T Trinkwasseruntersuchung
V VOC
W Weichmacher
Z Zinn

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Zum IndexAldehyde

Zur Substanzklasse der Aldehyde gehören neben Formaldehyd auch sog. höhere Aldedehyde, die sich z.B: beim Trocknen von pflanzlichen Ölen (z.B. Leinöl) bilden. Höhere Aldehyde können zu Geruchsbelastungen und Schleimhautreizungen führen (z.B. Hexanal). Typische Quellen für Aldehydbelastungen sind Lacke, Klebstoffe und Linoleumbeläge.

Siehe Formaldehyd.

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Zum IndexAsbest

Asbestfasern können sich zu lungengängigen Partikeln aufspaleten und u.a. Lungenrebs auslösen. Die Zeit zwischen Aufnahme der Fasern in den Körper und der Krebserkrankung kann mehrere Jahrzehnte betragen. Besonders gefährlich sind schwachgebundene Asbestfasern z.B. in Spritzasbest. In älteren Wohnhäusern sind Produkte mit festgebundenen Asbestfasern noch relativ häufig anzutreffen z.B. alte PVC-Bodenbeläge mit Asbestpappe auf der Rückseite. Werden die alten Beläge verschnitten und entfernt, können dabei erhebliche Mengen Asbestfasern freigesetzt werden.

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Zum IndexArsen

Siehe Schwermetalle (Hausstaub).

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Zum IndexBlei

Blei im Trinkwasser rührt in der Regel von bleihaltigen Rohren im Installationsnetz oder aber von bleihaltigem Lötmittel bei Kupferrohren her. Blei wird im Körper zum fettlöslichen Methylblei umgewandelt. In dieser Form kann es die Blut-Hirn-Schranke überwinden, gelangt ins Zentrale Nervensystem und schädigt als starker Enzymblocker die Reizweiterleitung. Typische Beschwerdebilder einer chronischen Bleivergiftung sind Vergeßlichkeit, Konzentrationsschwäche, schnelle Ermüdbarkeit, Lernschwierigkeiten und ähnliche neurologische und psychopathologische Symptome.

Siehe auch Schwermetalle (Hausstaub), Trinkwasseruntersuchung.

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Zum IndexDEHP

Kurzform für "Di-2-(ethylhexyl)-phtalat"

Siehe Weichmacher.

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Zum IndexEEMA

Kurzform für "Ester und Ether mehrwertiger Alkohole".

Siehe Glykolverbindungen.

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Zum IndexElektrosmog (E-Smog)

Die gesundheitlichen Störungen aufgrund von Elektrosmog müssen getrennt nach niedrigfrequenter und hochfrequenter Strahlung betrachtet werden.

Niedrigfrequenter Bereich (Hausstrom, Hochspannungsleitungen, Trafostationen etc.): Störungen im Tag/Nacht-Rhythmus, Beeinflussung des Immunsystems und der Psyche des Menschen, Leistungsabfall, Konzentrationsschwäche, Nervosität, Schlafstörungen und Kopfschmerzen.

Hochfrequenter Bereich (Fernseher, Computer, Mobiltelefone, Radartechnik, Satellitenkommunikation): Thermische Effekte, Beeinflussung der Gehirnaktivität, Schwächung des Immunsystems, erhöhtes Tumorrisiko. Die Folgen gepulster Hochfrequenzstrahlung (Mobilfunk) stehen zur Zeit in der Diskussion.

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Zum IndexEster und Ether mehrwertiger Alkohole (EEMAs)

Siehe Glykolverbindungen.

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Zum IndexFormaldehyd

Wichtigste Quelle für Formaldehyd im Innenraum sind nach wie vor Preßholzplatten, die in Möbeln und im Innenausbau verwendet werden. Auch aus Farben, Teppichen, Mineralwolle etc. kann es entweichen. Ferner ensteht es beim Rauchen sowie beim Kochen mit offener Flamme. Formaldehyd ist ein stechend riechendes Gas, das wegen seiner starken Reaktivität reizend auf die Schleimhäute und Atemwege wirkt. Typische Symptome einer Formaldehydbelastung sind Augenreizungen, Kopfschmerzen, Atembeschwerden sowie eine verstärkte Neigung zu Allergien

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Zum IndexFungizide

Siehe Holzschutzmittel.

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Zum IndexGlykolverbindungen

Glykolverbindungen bzw. Ester und Ether mehrwertiger Alkohole (EEMAs) werden zunehmend als Ersatz für die klassischen Lösemittel (VOC) eingesetzt, vor allem in wasserverdünnbaren Lacken, Klebern etc.. Da ihr Siedepunkt über 200°C liegt, werden sie technisch nicht als Lösemittel bezeichnet, obwohl sie wie Lösemittel eingesetzt werden und ähnliche gesundheitliche Probleme zu erwarten sind. Glykole gasen aufgrund ihrer geringeren Flüchtigkeit über lange Zeit aus dem Material aus. Sie haben einen typischen, leicht fruchtigen Geruch.

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Zum IndexHochfrequenzstrahlung

Siehe Elektrosmog.

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Zum IndexHolzschutzmittel

Holzschutzmittel enthalten Wirkstoffe gegen Insekten (Insektizide) und Pilze (Fungizide). Diese sind auch für den Menschen giftig. In den siebziger/achtziger Jahren kamen Holzschutzmittel (insbesondere PCP und Lindan) auch in Wohnräumen massiv zum Einsatz und stellen noch heute eine Belastung dar. Die Wirkstoffe gasen aus und können sich durch Bindung an den Hausstaub oder Textilien etc. anreichern.
Holzschutzmittelgeschädigte leiden unter massiven gesundheitlichen Problemen wie Dauerschnupfen, häufiges Nasenbluten, geschwollene Lymphdrüsen, Immunschwäche, Schädigung der Leber, Herzrhythmus-Störungen, Erschöpfungssyndrom, Depressionen.
Seit Mitte der achtziger Jahre werden zunehmend Pyrethroide (z.B. Permethrin) eingesetzt, die auch in Wollteppichen als Mottenschutzmittel zum Einsatz kommen. Pyrethroide sind ebenso wie andere Holzschutzmittelwirkstoffe Nervengifte und können das Immunsystem schädigen.

Siehe auch Insektizide.

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Zum IndexInsektizide

Sprays, Elektroverdampfer und andere frei erhältliche Produkte zur Schädlingsbekämpfung enthalten toxische Substanzen, die oft bedenkenlos angewendet werden. Auch professionelle Schädlingsbekämpfer setzen z.T. Substanzen ein, die aus gesundheitlicher Sicht nicht in sensiblen Bereichen wie Kinderzimmern angewendet werden sollten. Oft sind Wirkstoffe wie Chlorpyriphos, Dichlorvos u. a. noch Monate nach der Anwendung in den Wohnräumen nachweisbar.

Siehe auch Holzschutzmittel.

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Zum IndexKetone

Siehe Formaldehyd.

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Zum IndexKupfer

Kupfer wird insbesondere von Wasser mit einem relativ niedrigem pH-Wert ("saures" Wasser) aus den Kupferrohren herausgelöst. Erhalten Säuglinge mit kupferhaltigem Wasser zubereitete Nahrung, besteht die Gefahr, daß sie überschüssiges Kupfer in der Leber speichern, weil sie es noch nicht ausscheiden können, und in der Folge an Leberzirrhose erkranken.

Siehe auch Trinkwasseruntersuchung.

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Zum IndexLeichtflüchtige organische Schadstoffe (VOC)

VOC entweichen aus lösemittelhaltigen Materialien wie Kleber, Lacke, Farben, Kunststoffprodukten u.ä.. Bei Verarbeitung und Nutzung dieser Produkte ist stets mit einer akuten Belastung durch gasförmige VOC-Emissionen zu rechnen. Daneben spielen VOC häufig eine Rolle als dauernde, oft riechende Schadstoffkomponente (Möbel, Teppiche, Parkettversiegelungen). Nach Renovierungsarbeiten ist der VOC-Gehalt in der Raumluft oft über Monate hinweg erhöht. Kopfschmerzen, Schleimhautreizungen, Benommenheit oder das Auftreten von Allergien sind die typischen Folgen, wenn Lösemitteldämpfe eingeatmet werden.

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Zum IndexNiederfrequenzstrahlung

Siehe Elektrosmog.

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Zum IndexPAK

Siehe Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK).

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Zum IndexPCB

Siehe Polychlorierte Biphenyle (PCB).

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Zum IndexPermethrin

Siehe Holzschutzmittel.

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Zum IndexPestizide

Siehe Holzschutzmittel.

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Zum IndexpH-Wert

Der pH-Wert ist das Maß für den Säuregrad einer Lösung. Die pH-Wert Skala reicht von 0 bis 14. Saure Lösungen liegen im Bereich pH 0 bis 7, basische Lösungen im Bereich pH 7 bis 14. Eine Lösung mit pH 7 bezeichnet man als neutral. Wasser aus hauseigenen Brunnen liegt im pH-Wert meist niedriger als das Wasser, das von den Stadtwerken geliefert wird. Wasser mit einem pH-Wert im sauren Bereich kann Metallrohre angreifen. Problematisch ist dies insbesondere bei Kupferrohren. Hohe Kupferkonzentrationen im Trinkwasser können bei Säuglingen zu Leberzirrhose führen. Bei pH-Werten unter 6,5 sollten keine Metallrohre installiert werden.

Siehe auch Trinkwasseruntersuchung.

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Zum IndexPhtalate

Siehe Weichmacher.

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Zum IndexPolychlorierte Biphenyle (PCB)

PCB wurden als Weichmacher z. B. in Fugenmassen von Gebäuden eingesetzt. Insbesondere Bauten aus Betonfertigteilen (z. B. Schulen, Verwaltungsgebäude) wurden in den 1960er und 1970er Jahren mit PCB-haltigen Baumaterialien errichtet. Da PCB auch als Flammschutzmittel wirken, sind sie auch in Beschichtungen von Holzvertäfelungen und speziellen Akustikdeckenplatten zu finden.
PCB stehen im verdacht krebserregend zu sein. Neben einer immuntoxischen Wirkung, können Schäden am Zentralen Nervensystem, eine Beeinflussung des Steroid-Stoffwechsels, Hautveränderungen und Haarausfall auftreten.

Siehe auch Weichmacher.

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Zum IndexPolyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)

PAK ist die Sammelbezeichnung für eine Gruppe von mehreren hundert Einzelverbindungen. PAKs entstehen bei der unvollständigen Verbrennung von organischen Materialien. Sie sind z.B. in Steinkohleteerölen (z.B. Carbolineum), Teerklebern, Dieselabgasen, Tabakrauch und auch Grillprodukten enthalten. Einige PAK (z.B. Benzo[a]pyren) sind krebserzeugend. Im Wohnbereich wurden PAK-haltiger Teerkleber bis in die 70er Jahre zum Verlegen von Parkett und Linoleum verwendet.

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Zum IndexPVC

Kurzform für "Polyvinylchlorid".

Siehe Weichmacher.

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Zum IndexPyrethroide

Siehe Holzschutzmittel.

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Zum IndexQuecksilber

Siehe Schwermetalle (Hausstaub).

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Zum IndexSchimmelpilze

Das Wachstum von Schimmelpilzen in Wohnräumen wird durch die Bildung von Kondenswasser an kalten, ungedämmten Außenwänden oder durch aufsteigende Feuchtigkeit begünstigt. Pilze und ihre Sporen können Allergien hervorrufen. Auch bereits ausgetrocknete Schimmelpilze auf Tapeten und anderen Baustoffen können noch Allergene in die Raumluft freisetzen. Einige Schimmelpilzarten (z. B. Stachybotris chartarum) können wirksame Giftstoffe (Mykotoxine) bilden, die in die Raumluft abgegeben werden und zu starken Schleimhautreizungen und Gelenkschmerzen führen.
Unter den Tausenden von Schimmelpilzarten gibt es sog. Indikatoren, die für Feuchteschäden in Innenräumen besonders chrakteristisch sind und sich von den typischen Außenluft-Schimmelpilzen deutlich unterscheiden.
Die Bestimmung der Schimmelpilzarten ist oft hilfreich, um Aussagen über die derzeitige Belastungssituation und den Umfang der Sanierungsmaßnahmen machen zu können. Auch für die weitere medizinische Behandlung kann die Kenntnis der Schimmelpilzarten wichtig sein.

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Zum IndexSchwermetalle (Hausstaub)

Schwermetalle in der Luft schlagen sich im Hausstaub nieder. Bei Nähe zu Anlagen der Metallindustrie, bei Verdacht auf schwermetallhaltige Holzschutzmittel (Quecksilber, Arsen, Blei, Zinn), bei möglicher Belastung am Arbeitsplatz (z. B. Zahnarztpraxis) sowie Unfällen (Quecksilberthermometer) wird die Kontrolle des Schwermetall-Gehaltes empfohlen. Schwermetalle rufen sehr verschiedene Krankheitssymptome hervor, man kann jedoch nicht von den Symptomen auf die Belastung mit einem bestimmten Element schließen. Häufige Infekte durch ein geschwächtes Immunsystem, Leber- und Nierenschäden, Hautentzündungen, Nervenleiden, Müdigkeit etc. sind für eine Schwermetallbelastung charakteristisch.

Siehe auch Trinkwasseruntersuchung.

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Zum IndexTrinkwasseruntersuchung

Die Trinkwasserqualität kann durch das Vorhandensein z. B. der Schwermetalle Blei und Kupfer beeinträchtigt sein. Diese Belastungen können nicht durch den Wasserlieferanten (i. d. R. Stadtwerke) kontrolliert werden, sondern werden aus den Rohrleitungen im Haus freigesetzt.

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Zum IndexVOC

Siehe Leichtflüchtige organische Schadstoffe (VOC).


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Zum IndexWeichmacher

Weichmacher werden zur Verbesserung der Dehnbarkeit, Weichheit und Biegsamkeit Kunststoffen zugesetzt, v.a. Produkten aus PVC (bis zu 70 %). Typische PVC-haltige Produkte sind Fußbodenbeläge, Teppichrücken, Vinyltapeten, aufblasbare Artikel, Duschvorhänge, Tischdecken, Kunstleder, Elektrokabel, Fensterdichtungen u.ä.. Der am häufigsten eingesetzte Weichmacher ist Di-2-(ethylhexyl)-phtalat, abgekürzt DEHP. Er ist im Tierversuch krebserregend, fruchtschädigend, nierenschädigend und schleimhautreizend.

Siehe auch Polychlorierte Biphenyle (PCB).

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Zum IndexZinn

Siehe Schwermetalle (Hausstaub).



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